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Beauftragter für die Jugend  

 Bezirksevangelist Christian Littek
Christian Littek
Telefon 06306-6656

   

150 Jahre Neuapostolische Kirche

   

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Woher und wohin?

Thallichtenberg, 28. Februar 2016

Siebzehn Jugendliche und einige Erwachsene liegen entspannt und mit geschlossenen Augen auf Decken im gemütlich eingerichteten Raum. Alle hören auf Anettes warme Stimme und lassen sich von ihr in ihre „innere Heimat“ führen: so geschehen während einer Meditation im Rahmen der jährlichen Konfirmandenrüstzeit des Kirchenbezirkes Saar-Pfalz. Von Freitag, 26. Februar bis Sonntag, 28. Februar 2016 trafen sich die Konfirmanden dieses Jahres und des Vorjahres auf Burg Lichtenberg bei Kusel. Begleitet wurden sie von den Betreuern Karl-Werner Raab, Achim Weinand, Anette und Tom Koschela, sowie dem Film- und Fototeam Michael Seyda und Lara Velten. Gemeinsam verbrachten sie das Wochenende auf der Burg; übrigens die neunte Konfirmandenrüstzeit/ -freizeit im Kirchenbezirk.

Die diesjährige Konfirmandenrüstzeit stand unter der Überschrift „Aufbruch“. Mit den Fragen „woher?“ und „wohin?“ waren Ausgangspunkt und Ziel einer Reise angesprochen. Zu Beginn der Reise liegt der Aufbruch, dem stets eine Entscheidung voraus geht. Diese Aspekte wurden auf verschiedenen Ebenen beleuchtet. Geschehnisse der Vergangenheit aus der Bibel (Abraham) und aktuelle Themen (Flüchtlinge) spielten eine Rolle. Vor allem ging es aber um den persönlichen Lebens- und Glaubensweg der Jugendlichen: Wo komme ich her, wo will ich hin?

Gegen 17.30 Uhr am Freitag trudelten aus allen Himmelsrichtungen die Teilnehmer ein. Zuerst wurden die Zimmer verteilt und das Abendessen eingenommen. Nach einer Vorstellungsrunde im Burgturm zog jeder aus einer Kiste einen Zettel, auf dem der Name eines anderen Gruppenmitglieds stand. Für diesen sollte er am nächsten Tag einen „Segenswürfel“ mit guten Wünschen beschriften. Der Freitagabend klang aus mit einer Nachtwanderung um die Burg und Lagerfeuer in der Burg. Nach dem anstrengenden Marsch durfte jeder in gemütlicher Runde am offenen Feuer sein Stockbrot backen. Dazu gab es warmen Tee.

Am Samstag erwartete die Teilnehmer ein dichtes, abwechslungsreiches Programm. Zum Einstieg war jeder aufgefordert, aus einem Koffer mit mehr oder weniger nützlichen Reiseutensilien einen Gegenstand zu nehmen. Dessen Zweck sollte beschrieben und auf die persönliche Reise im Glauben übertragen werden. Wie wichtig es ist, sich auf dem Weg gegenseitig zu helfen, erlebten die Jugendlichen beim Lösen von kooperativen Aufgaben, wie dem Blindenparcours.

Anhand einer Mindmap mit dem Schlüsselbegriff „Meine Gemeinde“ überlegten sich die Jugendlichen, wo sie sich heute und in 10 Jahren sehen. Während einer Meditation konnten innere Bilder zur ewigen Heimat bei Gott, dem Glaubensziel, entstehen. Am Abend fuhren alle ins Jugendzentrum nach Kusel. Dieses war exklusiv für die Konfirmanden reserviert. Mit Spaß und Spiel und einem lustigen Stegreiftheater klang der Tag aus.

Der Sonntagmorgen begann mit dem „Komplimente-Spiel“: Jeder schrieb Nettigkeiten auf einen Pappteller, den der andere auf dem Rücken trug. Zur Erinnerung an die Rüstzeit teilte Karl-Werner den traditionellen „Konfi-Taler“ aus. Dann begann auch schon die Jugendstunde, zu der die Jugend aus dem Bezirk inzwischen angereist war. Angeboten wurden vier Werkstätten, in denen die Jugendlichen und ihre Betreuer arbeiten konnten:

In der „Lyrics-Werkstatt“ wurden Heimatlieder aus dem Chorbuch in moderne Sprache umgetextet.

In der „Theater-Werkstatt“ wurden Szenen des Flüchtlingsgeschehens aus dem Bilderbuch „Akim rennt“ nachgestellt und nachempfunden.

In der „Bibel-Werkstatt“ setzten sich die Teilnehmer mit Beispielen zum Thema Aufbruch aus dem Alten und Neuen Testament auseinander.

In der „Foto-Werkstatt“ bildeten die Teilnehmer aus sich selbst Buchstaben für die Wörter „Heimat, Aufbruch, woher, wohin“.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen erlebten die Anwesenden einen intensiven Jugendgottesdienst mit Apostel Clément Haeck. Passend zum Thema „Aufbruch“ legte der Apostel seiner Predigt das Bibelwort aus Lukas 12, 35.36 zugrunde: „Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun.“

Besonders tiefen Eindruck hinterließ der Vortrag der in der Jugendstunde erarbeiteten „lyrics“: Gänsehaut-Feeling pur!

Ein tolles Wochenende mit vielen Höhepunkten und Erlebnissen bleibt in Erinnerung. Und wenn ich die Augen schließe, dann kommen mir die Bilder wieder hoch…

Bericht: Tom Koschela, begeisterter Konfi-Betreuer
Fotos: Lara Velten

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