Gottesdienst für Senioren 2014

Gottesdienst für SeniorenZweibrücken, 30. November 2014

Aus dem Kirchenbezirk Saar-Pfalz waren die Glaubensgeschwister „60+“ zum jährlich stattfindenden Gottesdienst für Senioren gekommen. In der neuapostolischen Kirche in Zweibrücken leitete Bischof Pascal Strobel diesen Sonntagsgottesdienst am 30. November 2014. Zum ersten Advent war das Kirchenschiff schön geschmückt. Mit dem Bibelwort aus Maleachi 3, 1 bat der Bischof alle Gläubigen um Vertrauen zu Gott. Zudem sollten sich die Älteren verantwortlich für die jüngeren Familien- bzw. Gemeindemitglieder fühlen.

Nach dem gemeinsamen Lied „Tochter Zion freue dich…“ (NGB 4) und Gebet verlas der Bischof ein Bibelwort aus Maleachi 3, 1: „Siehe, ich will meinen Boten senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht; und der Engel des Bundes, den ihr begehrt, siehe, er kommt!

Danach sang der gemischte Chor „Sechzig-Plus“ mit Orgelbegleitung: „Herr, weil mich festhält deine starke Hand, vertrau ich still…!“ (CB178).Der gemischte Chor „Sechzig-Plus“ Bischof Strobel betonte zu Beginn seiner Predigt, dass das im Chorlied besungene Vertrauen wichtig sei. Oftmals stünden die Gläubigen in Lebenssituationen, in welcher sie selbst nichts mehr entscheiden könnten. Die Dinge lägen nicht mehr in ihrer Hand. Da helfe nur noch Gottvertrauen. Alle dürfen auf Gott vertrauen. Er habe seine Kinder erwählt und stehe an ihrer Seite. Am Ende des Liedes heißt es: „…mein Herr geht selber mit!“

In den Mittelpunkt dieses Gottesdienstes stellte der Bischof ein Bibelwort, das unser Stammapostel vor einigen Monaten in Toulouse verwandt hatte: Apostelgeschichte 2, 39: „Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.

Der Bischof zitierte einige Gedanken aus diesem Gottesdienst. In dem benannten Bibelwort liege für die ältere Generation auch eine Verantwortung, so der Bischof. Alle Anwesenden tragen gegenüber den nachwachsenden Generationen eine Verantwortung. „Wie reden wir mit unseren Kindern oder Enkelkindern über unsere Kirche?“ regte der Bischof zum Nachdenken an. „Mit kritischen Bemerkungen über Fehler werde niemand motiviert“.

Bischof Pascal StrobelAuszug der Predigt des Stammapostel-Gottesdienstes: „…ich stelle einfach einmal eine Frage in den Raum: Wie sprechen wir über unsere Kirche? Das fängt zuhause an. Wie sprechen wir da über die Amtsträger? Wie sprechen wir über die Glaubensgeschwister (zu Hause)? Wovon redest du, wenn du zu Hause von der Kirche sprichst? Das ist die Information die deine Kinder von dir bekommen. Das ist das Bild, das du deinen Kindern vermittelst. Das ist die Information, die die 14-jährigen von den 20-jährigen erhalten, das ist die Information, die Kinder von 14-jährigen erhalten. Wenn sie von der Kirche sprechen, was erzählen sie, wovon reden sie, was sagen sie? Da wird einem bewusst, welch hohe Verantwortung man hat, nicht wahr? Denn das Bild, das die nächste Generation von der Kirche hat, ist das Bild das wir ihnen vermittelt haben durch die Art und Weise, wie wir über die Kirche sprechen. (Quelle: „UF“, Ausgabe Nr. 16, vom 20. August 2014)

Zum Thema Veränderungen in unserer Kirche nannte der Bischof zwei Worte: Katechismus und Sakristei. Fälschlicherweise wurde oft behauptet, dass diese Worte aus dem Vokabular der katholischen Kirche kämen. Beide stammen jedoch aus dem Griechischen. Zum ersten Advent geschmückter Altar

In unserer Kirche bildet nach wie vor die Heilige Schrift die Grundlage unseres Glaubens. Es werden die Inhalte aus den Evangelien und Briefen der Apostel gepredigt. Nach wie vor gelten die drei Sakramente: Heilige Wassertaufe, Heiliges Abendmahl und Heilige Versiegelung. Die neuapostolischen Christen glauben, dass der Sohn Gottes das Apostelamt gestiftet hat und dass dieses Amt heilsnotwendig ist. Und schlussendlich warten alle Gläubigen auf die Wiederkunft Christi.

Im Katechismus unserer Kirche ist diese Lehre hervorragend beschrieben. Der Bischof berichtete davon, dass einem hohen Geistlichen einer anderen Religionsgemeinschaft kürzlich ein Katechismus überreicht wurde. Wenige Wochen danach bekannte er bei einer Begegnung mit unserem Apostel, dass er dieses Werk gelesen hätte. Bischof Strobel motivierte die Festgemeinde, auch öfter darin zu lesen. Er zitierte am Ende seiner Ausführungen eine denkwürdige Aussage unseres Stammapostels Schneider: „Eine Kirche, die ihre Lehre vergisst, ist eine schwache Kirche!“

Gottesdienst für SeniorenDie  Bezirksältesten Harry Königstein und Achim Eisel ergänzten mir ihren Wortverkündigungen den Predigtteil.

In der Vorbereitung auf die Feier des Heiligen Abendmahles erwähnte der Bischof das letzte Abendmahl des Herrn Jesus mit seinen Jüngern. In der Heiligen Schrift steht geschrieben: „Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen. Und als sie aßen, sprach er: Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, ein jeder einzeln, ihn zu fragen: Herr, bin ich’s? (Matthäus 26, 20-22). Damit bat der Bischof, dass jeder bei der Feier des Heiligen Abendmahles immer den Blick ins eigene Herz tun möge.

   
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